Leistungsdruck
Genre: Schule, Familie
Author: Suiko
Siehst du nicht was du mir antust?
Dein ständiges Gemecker, was soll ich denn noch tun?
Siehst du nicht, ich bin auch nur ein Mensch. Ich bin deine Tochter!
Warum tust du mir das an? Siehst du es nicht? Meine Hilfeschreie?
Ich schreibe sie mit Blut an die Wände ich schreibe sie auf den Boden, doch du siehst sie nicht.
Warum?
Warum kann dir nicht einmal gut genug sein was ich tue?
Meine Schreie werden lauter, doch du überhörst sie. Du siehst nur was du sehen willst und du willst das ich nur das leiste was du sehen willst. Wenn ich es nicht tu, dann wirst du sauer.
Ich will doch gut sein, nur für dich, aber für dich ist nichts gut genug.
Ich schreie lauter und meine Botschaften werden dunkler und größer.
Du überhörst sie immer noch, starrst stur dran vorbei.
Ich fange an mir vorwürfe zu machen, zu groß ist der Schmerz bei dem Gedanken wie sehr sich meine Freunde sorgen, doch ich sehe keinen anderen Weg.
Ich fühle mich allein, obwohl ich es nicht bin, aber es scheint als trenne jeder Schnitt mich weiter von allen. Ich fühle mich wie verschluckt von der Dunkelheit, unfähig die äußeren Einflüsse vernünftig auf zu nehmen, ich höre nur noch wie du wieder meckerst.
Meine Hilferufe bringen längst nichts mehr, sie dienen nur noch zur Erlösung. Interesse zeigt kaum einer an dem Tagebuch auf meinem Körper, zumindest denke ich das.
Ich bin selber zu blind geworden um zu sehen wie sehr ich meine Freunde verletzt habe…
Ich sehe weder ihre Sorge noch die Trauer. Sie sind die einzigen die mein Tagebuch lesen können und auch wenn es ihnen weh tut, tun sie es weiterhin, denn ihr größter Wunsch ist es mich aus diesem schwarzen Loch raus zu holen
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